Naturschutzprojekt der Bergwachtjugend am Osterwochenende

Gemeinsam mit dem Naturschutzreferenten hat die Jugendgruppe der Bergwacht Esslingen am Osterwochenende auf der Wiese vor der Bergwachthütte zwei Apfelbäume gepflanzt.

Einsetzen des 2. Bäumchens

Einsetzen des Bäumchens

Die Apfelbäume boten sich für dieses Projekt an, da sie kälteresistent sind und selbst noch in Höhenlagen bis 1.000 m gedeihen. Anlass für das Projekt mit der Jugendgruppe war neben der Idee eigenes Obst ernten zu können vor allem der Gedanke mit diesem Streuobstbestand als „Kleinst“-Biotop einen aktiven Beitrag zum Naturschutz zu leisten. Streuobstwiesen sind ideale Lebensräume für zahlreiche Insekten (z.B. Wildbienen) und Spinnentieren (z.B. Gartenkreuzspinne). Daneben sind sie ein wertvoller Standort für eine Vielzahl von Amphibien (z.B. Laubfrosch), Reptilien (z.B. Blindschleiche), Vögeln und Säugetieren (z.B. Igel).

Zuschütten des Pflanzlochs

Zuschütten des Pflanzlochs

Zu Beginn der Arbeiten wurden für die Bäume ein Standort mit Südost-Ausrichtung und einem Pflanzabstand von 5-7 m ausgewählt. Im Anschluss daran konnten die Pflanzlöcher ausgehoben werden, was sich angesichts der felsigen Bodenbeschaffenheit nicht ganz einfach gestaltete.

Nachdem der Erdaushub aufgelockert und mit Dünger versetzt war, wurden die Apfelbäume vorbereitet. Dazu mussten die verletzten Wurzelteile entfernt sowie die übrigen Wurzelteile eingekürzt werden. Im nächsten Schritt wurden dann der Mitteltrieb und die drei Leitäste ausgewählt und entsprechend zurückgeschnitten. Idealerweise überragt der Mitteltrieb die Leitäste um ca. 10 cm. Die Äste selbst sollten einen Winkel von 45°-90° haben und verteilt am Stamm stehen. Verteilung und Winkel der Äste sind wichtig, um ein späteres Ausbrechen bei Belastung zu vermeiden. Nach dem die Wurzeln mit Lehm eingeschlämmt waren, konnten die Bäumchen eingepflanzt werden.

Anbringen des Drahtverhaus

Anbringen des Drahtverhaus

Abschließend wurden zur Stabilisierung und zum Schutz vor Wildverbiss noch Stützpfosten und ein Drahtverhau angebracht.

Nach etlichen Stunden schweißtreibender Arbeit und viel Spaß an der Sache konnte so ein weiteres Naturschutzprojekt der Jugendgruppe abgeschlossen werden. Das Ergebnis der Pflanzaktion selbst wird die Jugendgruppe allerdings noch über viele Jahre hinweg begleiten.

 

Bild4 Bild5Beim Ausschachten der Pflanzlöcher erwiesen sich die Nachwuchsbergwächtler/innen zudem auch als aufmerksame Hobbyarchäologen und fanden Versteinerungen von urzeitlichen Meerestieren.

Die Grundlagen geschaffen…

Grundlagenprüfung 2015 - die Prüflinge

Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen nach getaner Arbeit.

… für eine Bergwacht-Karriere haben sieben Kameradinnen und Kameraden. Bei bestem Sonntagswetter machten sie sich auf um einen ganzen Tag lang in Alpine Gefahren, Orientierung, Umgang mit Karte und Kompass, Notfallmedizin und Naturschutz geprüft zu werden. Alle sieben haben bestanden, und zeigen damit auch, dass die Ausbildung sowohl in der Jugendgruppe als auch für Quereinsteiger hinreichend theoretische Grundlagen für Arbeit in der Bergrettung legt. Die Bergwachtausbildung umfasst im Sanitätswesen die spezielle Bergrettungs- und Notfallmedizin. Im Alpinismus geht es um Karten- und Geländekunde, Alpine Gefahren und nicht zuletzt Luftrettung und Naturschutz.
Die Bereitschaft sagt: „Herzlichen Glückwunsch Ihr Sieben – Ihr macht uns stolz und weiter so“.
Haben auch Sie Interesse an unserer Arbeit – melden Sie sich gerne bei uns. Entweder an einem der Dienstabende oder direkt per E-Mail oder Telefon. info@bergwacht-esslingen.de *** jugendleiter@bergwacht-esslingen.de

Leben Gerettet. Die Jugendgruppe macht ernst.

Sie warHungernde Hornisse laut, zumindest anfangs. Und dann zunehmend entkräftet. Wohl über einen Zeitraum von einer Woche hatte sich eine Hornisse in einem Winkel verirrt. Die Jugendgruppe konnte beobachten, wie die aufgescheuchte Hornisse mit jedem Flügelschlag schwächer wurde. Wir konnten das geschützte Insekt mit einem Blatt Papier retten. Zum Kraftaufbau entschied sich das Tier für Honig und lies den in Wasser gelösten Zuckerwürfel stehen. Ob nun Honig die bevorzugte Geschmacksrichtung der Hornisse war – oder ob er einfach nur zuerst wahrgenommen wurde, das wissen wir nicht. Gegessen hat die Hornisse jedoch wie ein Weltmeister. Die Befürchtung, sie könnte platzen erfüllte sich zum Glück nicht. Im Flug zeigte sich die Gewichtszunahme jedoch deutlich. Nach dem Start war die Flugbahn zunächst konstant und war plötzlich kurzfristig um 20cm tiefer gelegen. Es könnte auch ein Luftloch gewesen sein. Die Hornisse reagierte mit einer Korrektur des Kurses. Und wir mit schallendem Gelächter.

Wir laden Sie ein, uns am 4. Juli auf dem Bürgerfest zu besuchen. Informieren Sie sich über unsere Arbeit und über Ihre Möglichkeiten, uns aktiv oder fördernd zu unterstützen. Sie finden uns vor dem Schelztorturm.

ES putzt – Ein Stadtbilddialog

Es-Putzt.geaendertManchmal keimt in einer gelben Warnweste die Frage auf, was genau der Zweck ist, Esslingen für den Frühling heraus zu putzen. Das Stadtbild soll verändert werden, so viel ist klar. Doch geht es eher darum, schädliche Stoffe aus der Umwelt zu nehmen und korrekt zu entsorgen? Soll ein Bewusstsein für Weggeworfenes geweckt werden? Oder ein Bewusst sein, für all jenes, das noch nicht weggeworfen wurde?

Die Antwort auf die Frage erfuhren wir indirekt. In jeder Straße merkten wir, wie die freundlichen Reaktionen der Passanten unser von der Frühlingssonne verwöhntes Gesicht noch mehr zum Lächeln brachten. Mal war es nur Ihr Kommentar, dass Sie eigentlich auch gerne mitgeputzt hätten. Oder Sie haben sich mit uns über eines der skurrilen Fundobjekte unterhalten. Ganz besonders schön für uns waren aber Ihre freundlichen Worte. Manchmal haben Sie sogar extra für uns auf der Straße angehalten und gesagt: „Sie, das muss ich mal sagen, das finde ich richtig toll, was Sie da machen.“ Ja, vielleicht geht es beim Putzen gar nicht so sehr darum, dass die Straßen von Müll befreit werden. Vielleicht geht es eher darum, dass wir uns in unseren Straßen wohl fühlen.

Deshalb bedanken wir uns bei Ihnen. Vielen Dank für Ihre wohlwollenden Worte! Vielen Dank für Ihr Lächeln. Vielen Dank, dass auch Sie dazu beitragen, dass wir alle fröhlich dem Frühling begegnen.

Ehrenamtspreis 2008 für die DRK-Bergwacht Bereitschaft Esslingen

Die DRK-Bergwacht Bereitschaft Esslingen wurde mit einem 2. Platz des Ehrenamtpreises „Starke Helfer“ einer Aktion der Esslinger Zeitung in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen ausgezeichnet. Seit Ende der 60er-Jahre wird eine einzigartige Dokumentation über Bestand und Entwicklung der heimischen Flora und Fauna in dem Dienstgebiet auf der Schwäbischen Alb erstellt.