Jugendgruppe erforscht Rauberweiden-Höhle

Am vergangenen Wochenende war die Jugendgruppe der Bergwacht Esslingen wieder einmal auf der Rettungsstation auf der Schwäbischen Alb und nutzte das Wochenende in den Ferien zur Erkundung der Rauberweiden Höhle.
Sarah und Beatrix schildern ihre Eindrücke wie folgt:

Als die Bergwacht-Jugendgruppe gegen 15 Uhr loslief, waren schon alle gespannt auf die Rauberhöhle. Seit etwa zwei Jahren war dort niemand mehr von ihnen gewesen. Der Weg führte vorbei an grünen Wiesen, die an diesem sonnigen Tag nur so vor Frische strotzten. Kaum vorstellbar war für uns die Vorstellung, 20 Minuten später in eine dunkle Höhle zu gehen. Wir gingen vorbei am Engelhof, bei der Diepoldsburg rechts und dann die Straße entlang, bis zum Wanderparkplatz Rauberweide. Dort wartete bereits das Dienstfahrzeug mit der Ausrüstung, die wir glücklicherweise nicht den ganzen Weg tragen mussten. Wir zogen uns warme Klamotten und Klettergurte an und folgten einem Trampelpfad in den kühlen, schattigen Wald. Der Weg zum Höhleneingang war steil und nicht ungefährlich. Deswegen besprachen wir vor Ort, wie man ein Geländerseil aufbaut und taten dies dann auch. Ein Geländerseil wird am Weg entlang gespannt, um sich daran festzuhalten, falls man abrutschen sollte. Als alle sicher am Höhleneingang angekommen waren, begannen wir vorsichtig hineinzuklettern. Die Höhle war dunkel, feucht und rutschig. Lediglich unsere Stirnlampen sorgten dafür, dass wir überhaupt etwas erkennen konnten. Überall waren Fliegen die wir aufscheuchten, und die toten Fliegen hingen an der Wand und schimmelten. Vor einem schmalen Durchgang machten wir Halt, denn er war, nach Erfahrungswerten von Höhlenbesuchern vor uns, etwa 10 Meter lang, und der Platz reichte gerade so zum hindurchrobben, deswegen beschlossen wir, nicht tiefer in die Höhle einzudringen. Allerdings führte an dieser Stelle ein Weg nach oben, zwar nicht ans Tageslicht, aber in einen kleinen Raum. Unser Jugendleiter stieg vor und machte weitere Sicherungen in die rutschigen Wände. Drei von uns stiegen nach. Es war ziemlich schwierig, an den nassen Wänden Halt zu finden, und wir stützten uns darum mit den Knien ab. Dabei versuchten wir, nicht die verschimmelten Fliegen zu berühren, deren Population nach oben hin glücklicherweise deutlich abnahm. Der obere Raum war jedoch die Anstrengung wert. An den Wänden und an der Decke hingen winzige Wassertröpfchen, die, vom Licht unserer Stirnlampen erhellt, silbrig glitzerten. Es war außer dem von uns gemachten Krach kein Laut zu hören und man kam sich vor wie in Gringotts, der Zaubererbank in Harry Potter. Da es jedoch schon spät wurde, mussten wir uns so langsam auf den Weg machen. Wir legten das Seil so um einen Felsen, dass der Letzte, der sich abseilen würde, es von unten herausziehen konnte, damit wir kein Material in der Höhle lassen mussten. Das Abseilen war fast genauso schwierig wie der Aufstieg, da man aufpassen musste, nicht am Seil zur Seite und dadurch gegen einen Felsen zu pendeln. Wir gingen wieder Richtung Ausgang und waren doch alle froh, wieder am Tageslicht zu sein. Da ein Teil der Truppe, der nicht hatte nach oben klettern wollen, bereits mit dem Auto zur Hütte gefahren war, um das Feuer für das Grillen anzumachen, konnten wir uns Zeit lassen mit dem Aufstieg zum Parkplatz. Die Letzten räumten das Seil während des Aufstiegs wieder in den Rucksack und dann machten wir uns auf den Rückweg zur Hütte, wo bereits ein gemütliches Feuer auf uns wartete.

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