Bergwacht Jugend meets RTC

Oben: Eisnägel, Eisschrauben, Klemmgeärte und Schlaghaken. Unten: Brems- und SicherungsgeräteIm Stadtjugendring vernetzten sich die Akteure der Jugendarbeit. Über genau diesen Weg haben sich die Bergwacht Jugend und der neu aufgenommene Rüdern-Technik-Club (RTC) kennengelernt. Die Bergwacht ist ein Rettungsdienst im „Outback“ der Schwäbischen Alb. Der RTC widmet sich modernster Technik: Jugendliche bauen Segways, eigene Smartphones oder mit Sonnenenergie angetriebene Maschinen. Die gemeinsame Schnittstelle liegt in der Problemlösung. In einer raumfüllenden Ausstellung präsentierte die Bergwacht Entwicklungen im alpinen Gerät. Helme, Gurte, Leuchtmittel, Sicherungsgeräte, Schnee- und Lawinenmaterial weckten zahlreiche Fragen und regten zum Austausch an. Sowohl für die neue Jugendgruppe als auch für den Rüdern-Technik-Club wartete die Bergwacht mit einem besonderen Rätsel auf: „Wie kommt das Seil in den Baum?“ Als Material stand eine überdimensionale Steinschleuder, ein Wurfbeutel mit Pilotleine, ein Kambiumschoner und ein Seil zur Verfügung. Ein Kambiumschoner besteht aus einem großen und einem kleinen Ring, die mit textilem Material verbunden sind. Er wird über den Ast gelegt, damit die Wachstumsschicht der Baumrinde („Kambium“) nicht verletzt wird. Durch die Ringe läuft dann das Sicherungsseil. Nach einer halben Stunde des Rätselns in zwei Gruppen konnte das Problem gelöst werden. Das beweist wieder einmal, dass auch schwierige Probleme gelöst werden können, wenn Menschen sich gemeinsam engagieren.

Die Bergwacht Jugend trifft sich zum Hüttenwochenende am 28/29. November.  jugendleiter@bergwacht-esslingen.de

Die Grundlagen geschaffen…

Grundlagenprüfung 2015 - die Prüflinge

Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen nach getaner Arbeit.

… für eine Bergwacht-Karriere haben sieben Kameradinnen und Kameraden. Bei bestem Sonntagswetter machten sie sich auf um einen ganzen Tag lang in Alpine Gefahren, Orientierung, Umgang mit Karte und Kompass, Notfallmedizin und Naturschutz geprüft zu werden. Alle sieben haben bestanden, und zeigen damit auch, dass die Ausbildung sowohl in der Jugendgruppe als auch für Quereinsteiger hinreichend theoretische Grundlagen für Arbeit in der Bergrettung legt. Die Bergwachtausbildung umfasst im Sanitätswesen die spezielle Bergrettungs- und Notfallmedizin. Im Alpinismus geht es um Karten- und Geländekunde, Alpine Gefahren und nicht zuletzt Luftrettung und Naturschutz.
Die Bereitschaft sagt: „Herzlichen Glückwunsch Ihr Sieben – Ihr macht uns stolz und weiter so“.
Haben auch Sie Interesse an unserer Arbeit – melden Sie sich gerne bei uns. Entweder an einem der Dienstabende oder direkt per E-Mail oder Telefon. info@bergwacht-esslingen.de *** jugendleiter@bergwacht-esslingen.de

Attacke!

Absaugpumpe und HWS-Immobilisation. Kein Problem. Wir üben das ja!Es wird ernst für die Jugendgruppe. Im Dezember gibt es eine Gruppenstunde zum Thema Frakturen (so nennen wir im Sanitätswesen die Knochenbrüche). Und nach den Weihnachtsferien noch einen Themenabend zur Materialkunde. Danach geht es schon los, ab ins Gelände. Und die Jugendgruppe muss eigenständig in der Einsatzsimulation Verletzte versorgen. Grundlegend ist dabei das ABCDE-Schema. A steht dabei für „Airways“ – Atemwege. Basis der Versorgung sind freie Atemwege. Diese können etwa durch die Zunge selbst verlegt sein (ähnlich wie beim Schnarchen) oder durch Fremdkörper. Solche müssen manchmal abgesaugt werden. Den richtigen Umgang mit der Absaugpumpe haben wir ganz einfach mit einem Glas Wasser trainiert, genauso wie alle wichtigen Handgriffe, die es zur Sicherung der Atemwege zu beherrschen gilt. Ebenfalls im Bild zu sehen ist eine Halskrause, mit der die Halswirbelsäule geschützt werden kann, wenn sie verletzt ist und sich nicht weiter bewegen soll. In einer sehr aufmerksamen Gruppe konnten wir auch den zweiten Punkt, B – „Breathing“ oder „Belüftung der Lungen“ trainieren. Hierzu gehört die Kontrolle einer guten Atmung ebenso wie die stabile Seitenlage. Erst bei C – „Circulation“, die den Blutkreislauf behandelt mussten wir die Gruppenstunde beenden.

Am Freitag, 20. November treffen wir uns planmäßig um 17:00 Uhr mit dem RTC (Rüdern-Technik-Club). Achtung: schaut auf die Website, es könnte sein, dass wir erst um 17:30 Uhr beginnen.

Am Samstag 28. November treffen wir uns um 8:15 in Mettingen oder in der S1, die um 8:39 in Mettingen Richtung Kirchheim fährt. Bitte beachtet die Packliste und meldet euch per E-Mail ab, falls ihr erst später kommen könnt.

 

Attack-Rucksack und ABCDE-Versorgung (13.11.)

Attack-Rucksack im Einsatz beim SchulsanitätscampEin Einsatz im unwegsamen Gelände: Die Rettungskräfte bewegen sich hangabwärts auf die verletzte Person zu. Sie laufen seitlich der Falllienie, denn sonst könnten sie einen Steinschlag verursachen. Falls der Boden nicht genügend Trittsicherheit bietet, seilen die Retterinnen und Retter sich ab. Alle zur Diagnose und Erstversorgung wichtigen Dinge sind im „Attack“-Rucksack untergebracht. Denn: Jeder Weg zwischen Einsatzfahrzeug und Einsatzstelle kostet Zeit und Kraft. Die Jugendgruppe widmet sich am Freitag den 13. November ab 17:30 Uhr dem Attack-Rucksack. Wir bauen unser Wissen um das ABCDE-Schema aus und gehen auf geeignete Techniken sowie Diagnoseinstrumente und Versorgungsgegenstände aus dem Attack-Rucksack ein. Wir treffen uns im Ausbildungsheim, Rosenstraße32, Esslingen-Mettingen.

Raus aus der Höhle, rein in die Halle

Rückblick auf eine Klettertour im Inneren der Schwäbischen AlbEs wird Herbst. Das wissen die Fledermäuse und diese beziehen nun endgültig ihr Winterquartier – mitunter die Höhlen auf der Schwäbischen Alb. Das Bundesnaturschutzgesetzt ist für Fledermäuse sozusagen der Mietvertrag. Es regelt in § 39 die Untermiete und verweist auch die Bergwacht Jugend aus der Höhle: Vom 1. Oktober bis zum 31. März sind die Höhlen ein Ort der Stille und der Dunkelheit. Und Menschen müssen draussen bleiben. Vorbei ist es also mit schlammig-glitschigen Klettertouren im Inneren der schwäbischen Alb. Deshalb treffen wir uns am Freitag, 30. Oktober 2015 zum Klettern an der DAV Kletterwand. Um 17:30 Uhr geht’s los. Wir erwarten euch an der Bushaltestelle Hochschulzentrum in der Flandernstraße. An der Wand vertiefen wir die Kletterpraxis und Sicherungstechnik.

Die nächsten Termine:
30. Oktober 2015 – Klettern, Hochschulzentrum
13. November 2015 – SAN: Attack-Rucksack, Diagnose nach dem ABCDE-Schema
28/29. November2015 – Hüttenexkursion: Karte und Kompass
11. Dezember 2015: SAN: Frakturen

Neue Jugendgruppe formiert sich

Schusswunde, Schürfwunde und Schnittwunde: In der Notfalldarstellung können die Wunden oft nicht schlimm genug aussehen.„Achtet als Retter auf eure eigene Sicherheit!“, war und ist die Kernbotschaft der Jugendleitung an die neue Jugendgruppe. Hierzu gehört nicht nur, sich vor Infektionskrankheiten zu schützen, sondern auch, die Situation, in der sich Verletzte befinden, zu überprüfen. Laufende Maschinen oder der Straßenverkehr können auch das Rettungspersonal rasch in Gefahr bringen. Bei Einsätzen im unwegsamen Gelände gibt es zahlreiche zusätzliche Gefahrenpunkte: Herabfallende Äste, losgetretene Steine, der Einbruch der Dunkelheit oder sich verändernde Wetterlagen. Auch die Situation mit denen die Rettenden im Einsatz konfrontiert sind oder die Erfahrungen, die bei der Rettung gemacht werden können Folgen hinterlassen. Deshalb und zur Qualitätsentwicklung wird bei der Bergwacht jeder Einsatz konsequent nachbesprochen. Auch jede Gruppenstunde der Bergwacht Jugend endet deshalb mit einem „Blitzlicht“, um Eindrücken und Stimmungen Raum zu geben.
Bevor die Jugendlichen selbst Hand anlegen durften, gab die Jugendleitung einen Überblick über das Verbandsmaterial und den korrekten Umgang damit. Tipps und Tricks folgten dann beim direkten Üben: Vom Druckverband bis hin zum Fingerkuppenverband, von Kopf bis Fuß legte sich die Gruppe ins Zeug, um sich gegenseitig zu retten. Dabei galt es auch, Prioritäten zu setzen, wenn etwa einmal starker Blutverlust für Kreislaufprobleme sorgte. Für viele war das Highlight, sich am Ende der Gruppenstunde schminken zu lassen. Wie immer galt jedoch der Hinweis „Keine falschen Wunden in der Öffentlichkeit – denn wir wollen ja nicht, dass nicht informierte Bürger versehentlich den Rettnungsdienst rufen.“

Das Klettern wird auf voraussichtlich 30. November Oktober verschoben (siehe Website und wenn möglich, sprechen wir euch direkt an). Wir treffen uns auf jeden Fall am 13. November um 17:30 in Mettingen, Rosenstraße 32. Sanitäts-Thema: Attack-Rucksack sowie Diagnostik nach dem ABCDE-Schema.

Tag der offenen Tür – mit spontaner Überraschung

Technisches Klettern, Strickleiter oder Klettertau - auch für Zuschauer spannend.Nach zahlreichen Nachfragen entschied sich die Jugendgruppe der Bergwacht Esslingen zu einer Premiere. Ganz spontan bildete sich eine Jungrettergruppe, die bereit war, die während der Einklinktage angerissenen Grundlagen im Gelände umzusetzen. Vor den Augen zahlreicher Zuschauerinnen und Zuschauer wagten Sie sich in das Gelände nahe der Rettungsstation der Bergwacht Esslingen, um einen Patienten zu retten. Jung und alt zeigte reges Interesse. Hierfür bedanken wir uns herzlich. Auch für den zahlreichen Besuch des Tags der offenen Tür möchten wir uns herzlich Bedanken. Die Kletteraktionen wurden rege genutzt und waren immer wieder Anlass für Gesprächen über die Details der Bergrettung. Wir bedanken uns bei allen Besucherinnen und Besuchern, deren Besuch auch eine wichtige Grundlage für die Finanzierung von Ausrüstung und Rettungsstation sind. Wir bedanken uns auch über das rege Interesse an einer Fördermitgliedschaft und geben an dieser Stelle auch gerne weiterhin Auskunft über info@bergwacht-esslingen.de. Über das nächste Treffen der Jugendgruppe informieren wir gerne per E-Mail auf formlose nachfrage, da derzeit noch nicht geklärt ist, ob, wie und wo der nächste Klettertermin stattfinden kann. Wenden Sie sich gerne an jugendleiter@bergwacht-esslingen.de

Einladung zum Tag der Offenen Tür am Sonntag 11. Oktober 2015

Abseilen an der GebirgstrageSie haben die Einklinktage verpasst? Sie wollen unsere Arbeit unterstützen? Sie wollen den goldenen Herbst genießen? Besuchen Sie den Tag der Offenen Tür der Rettungsstation der Bergwacht Esslingen bei Ochsenwang. Genießen Sie auf einer Wanderung die Schwäbische Alb. Steigen Sie mit uns in die Bäume. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Sie können sich dort ausgiebig über das breite Engagement der Bergwacht Esslingen informieren.
Gerne zeigen wir Ihnen, was nur zwischen den Zeilen Entdeckt werden kann, etwa die Begeisterung der Jugendlichen, die sich beim dritten Einklinktag mit der Gebirgstrage abgeseilt haben, die gemeinsam mit dem Flaschenzug Patienten gerettet haben. Die den Notarzt mit dem Geländerseil zur Einsatzstelle gebracht haben oder einfach nur Spaß am Funk oder Abseilen hatten. Am kommenden Wochenende schließen wir unsere Einklinktage ab und eröffnen die Jugendgruppe. Am Freitag, 9. Oktober treffen wir uns wieder um 17:30 Uhr in Mettingen, Rosenstraße 32. Wir widmen uns mit Filmblut und Wundversorgung der rettungsdienstlichen Hilfeleistung. Am Sonntag 11. Oktober habt ihr beim Tag der Offenen Tür auf der Schwäbischen Alb die Gelegenheit die Rettungsstation der Bergwacht Esslingen kennenzulernen. Bringt am Freitag oder Sonntag am besten eure Berg- oder Wanderstiefel mit – oder alternativ die Schuhe, die Ihr zur Einsatzsimulation auf der Schwäbischen Alb anziehen würdet. Dann können wir gemeinsam die nächste Einsatzsimulation planen.

Ein Leben Retten – 100 Pro Reanimation

Reanimationsschulung für zwischendruch Gemeinsam für das Leben - Rettungsdienste in Esslingen Fahrzeugschau der RettungsdiensteEin öffentliches Reanimationstraining – funktioniert das in Esslingen auf dem Bahnhofsvorplatz? Mit dieser Fragestellung haben sich die Esslinger Rettungsdienste zu einer weitgehend spontanen Aktion entschlossen: Am Samstag, 26. September 2015 trafen sich 23 Retterinnen und Retter am Bahnhofsvorplatz. Viele Bürger nahmen begeistert das Angebot an, unter realistischen Bedingungen eine Wiederbelebung umzusetzen. Dabei hatten sie die Freiheit, ihr Wissen anzuwenden und eine Rückmeldung der begleitenden Ausbilderinnen und Ausbilder einzuholen oder sich zuerst über die aktuellen Richtlinien zur Reanimation zu informieren. Beteiligt waren alle Esslinger Rettungsdienste: Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Bergwacht, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Jugendrotkreuz (JRK) und Johanniter Unfallhilfe. Mit dieser Vielfalt konnten bei der Fahrzeugschau nicht nur Rettungswagen und Krankentransportwagen sowie ein Einsatzleitfahrzeug aus der Nähe betrachtet werden, sondern auch ein Rettungsboot des DLRG oder das Spezialfahrzeug der Bergwacht. Darüber hinaus informierten die Jugendorganisationen der Rettungsdienste über Ihre Angebote – ganz praktisch beim Schminken von Wunden und der anschließenden Wundversorgung, oder im Gespräch über Knoten und Klettermaterial.

Wenn Klettern auf Bevölkerungsschutz trifft

Alpines Üben und Unterstützung im Bevölkerungsschutz.Sie waren teilweise zum ersten Mal in der Bergwacht Jugend – und haben sich bereits im Bevölkerungsschutz engagiert. Obwohl klettern auf dem Programm steht. Was ist passiert? 25 Mädchen und Jungen haben sich am zweiten Einklinktag der Bergwacht beteiligt. Zu viel, bei nur vier zur Verfügung stehenden Kletterwänden. Deshalb ergänzten wir das Programm durch Abseilen und Knotenkunde. Aber auch dieser Plan war gefährdet, denn die Turnhalle der Hochschule Esslingen bietet seit kurzem vielen Menschen Zuflucht. Drei der Sieben Grundsätze des Jugendrotkreuzes sind Menschlichkeit, Freiwilligkeit und Einheit. In Einheit mit der Organisatorischen Leitung konnten unsere Jugendlichen fast wie geplant Klettern, Abseilen und lernen. Mit begeisterndem Eifer zeigten sie aber, dass die Prinzipien der Menschlichkeit und Freiwilligkeit in ihnen Wohnten und legten Hand an, als es galt, die Kleiderkammer einzurichten und sorgten dafür, dass Spielzeug, Kleider und Schuhe rasch von den Fahrzeugen des Deutschen Roten Kreuzes ins Gebäude gelangten. Ohne Scheu vor Fremden blicken stellten die angehenden Retterinnen und Retter beim Klettern und Abseilen auch eine willkommene Abwechslung für die Gäste dar. Mädels und Jungs: Ihr habt uns beim letzten mal bereits begeistert. Heute aber habt ihr so richtig geglänzt. Vielen Dank. Wir sind stolz darauf, dass ihr die neue Jugendgruppe seid.