Winterrettungstraining in Flims-Laax

Einsatzsimulation: Versorgung mit dem Akja

Einsatzsimulation: Versorgung mit dem Akja

Der Winter hat unseren Breiten bislang nur ein kurzes Gastspiel gehalten. Für die Bergwacht-Mitglieder ist das kein Grund unvorbereitet auf die weiße Saison zu warten. Bei sehr winterlichen Straßenverhältnissen sind 15 Bergretter in die Schweiz nach Flims-Laax-Falera gefahren, um dort bei klirrender Kälte, starkem Wind und Schneefall mit Notfall-Rucksack und Akja sowie Lawinen-Verschüttenden-Suchgerät, Schautel und Lawinensonde zu trainieren, wie Lawinenverschüttete geortet und gerettet werden. Auch die Rettung von verletzten Wintersportlern mit dem

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„Tiefschnee“ schon auf der Anfahrt

Rettungsschlitten (Akja) stellte die Teilnehmer vor Herausforderungen. Doch der Leitspruch der Bergwacht: „Bei jedem Wetter – in jedem Gelände“ sollte sich auch hier wieder bewahrheiten. Jeder meisterte die an ihn gestellte Aufgabe.

Die Ruhe vor dem Sturm

Die Ruhe vor dem Sturm

Falls auch Sie Interesse am Rettungsdienst bei Wind und Wetter in steilem Fels oder auf der Skipiste haben – sprechen Sie uns an.

Mittagsfels

Die Bergwacht Esslingen wünscht Ihnen ein gutes und gesundes Neues Jahr. Wir bedanken uns rückblickend bei unseren Freunden und Förderern für die Unterstützung, die Begegnungen und die gemeinsamen Erfahrungen im vergangenen Jahr. Die Bergwacht Jugend Esslingen startet in ein Jahr voller Einsatzsimulationen und Abenteuer am Freitag 8. Januar mit dem Thema „Materialkunde“. Wie ist ein Kletterseil aufgebaut und wie geht es kaputt? Wann verwende ich Aluminium oder Stahl-Karabiner? Und wie berechne ich die Haltekraft einer Reepschnur? Diese Fragen beantworten wir euch und teilen gerne unsere Erfahrungen rund um ’s Thema Bergstiefel und Ausrüstung. Wir treffen uns am 8.1.2016 um 17:30 Uhr im Ausbildungsheim in Mettingen, Rosenstraße 32.

Sylvesterfackellauf 2015 – Bergwacht Esslingen unterstützt bei der Absicherung der Veranstaltung

Ein Bergretter schaut auf den Fackelzug

Silvesterfackellauf 2015

Der letzte Einsatz im Jahr 2015 war für 10 Bergwacht’ler der traditionelle Fackellauf der Esslinger Zeitung. Die Veranstaltung, die 2015 zum 37. Mal stattfand, zählte bei nass-kaltem Wetter dieses Jahr deutlich weniger Teilnehmer. Dennoch unterstützte die Bergwacht Esslingen die Kollegen vom DRK Esslingen mit drei Fußstreifen und dem Bergwacht-Einsatzfahrzeug um eventuelle Besucher aus unwegsamen Gelände zu retten.

Wenn Sie auch eine Veranstaltung absichern möchten – wir sind Ihr Rettungsdienst, wenn es um spezielle Rettung aus schwierigem Gelände geht. Sprechen Sie uns an.

Kommunikationscamp

Kommunikation & Schneeballschlacht„Wir sind ja nicht zum Spaß da…. naja… eigentlich schon“ war einer der letzten Sätze des Kommunikationscamps der neuen Jugendgruppe der Bergwacht Esslingen. Ein spontaner Satz, der bestens ausdrückt, dass wir die Ausbildung in der Bergrettung ernst nehmen – genauso ernst wie die Jugendarbeit. Es war kein einfaches Wochenende und wir haben der neuen Jugendgruppe einiges abverlangt. Sie hatten eine Zugfahrt Zeit, den Speiseplan für das Wochenende zu vereinbaren. All das mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass die Lebensmittel zur Hütte gelangen müssen. Die Gruppe ist traditionell zu Fuß unterwegs. Mit einer Einweisung in die Hütte übergab die Jugendleitung das Zepter des Handelns an die Jugendgruppe. Ein schwieriger Akt des Vertrauens und des Aushaltens, denn es kostet Kraft, zuzulassen, dass Jugendliche etwas „nicht perfekt“ machen. Ein lohnender Akt für alle Beteiligten: Bei der Vorbereitung auf eine Schneeballschlacht bewegten die Jugendlichen massenhaft Schnee (wie bei einer Rettung aus einer Lawine). In einer erlebnispädagogischen Intervention wurden Missverständnisse in der Kommunikation greifbar gemacht. Die Nachtwanderung unter zunächst klarem Sternenhimmel war unbeschreiblich schön. Sie endete am warmen Kachelofen in der Hütte bzw. im Schlafsack. Eine Wohltat nach der Teepause am stürmischen und verschneiten Ausblick vom Breitenstein.

Bergwacht Jugend meets RTC

Oben: Eisnägel, Eisschrauben, Klemmgeärte und Schlaghaken. Unten: Brems- und SicherungsgeräteIm Stadtjugendring vernetzten sich die Akteure der Jugendarbeit. Über genau diesen Weg haben sich die Bergwacht Jugend und der neu aufgenommene Rüdern-Technik-Club (RTC) kennengelernt. Die Bergwacht ist ein Rettungsdienst im „Outback“ der Schwäbischen Alb. Der RTC widmet sich modernster Technik: Jugendliche bauen Segways, eigene Smartphones oder mit Sonnenenergie angetriebene Maschinen. Die gemeinsame Schnittstelle liegt in der Problemlösung. In einer raumfüllenden Ausstellung präsentierte die Bergwacht Entwicklungen im alpinen Gerät. Helme, Gurte, Leuchtmittel, Sicherungsgeräte, Schnee- und Lawinenmaterial weckten zahlreiche Fragen und regten zum Austausch an. Sowohl für die neue Jugendgruppe als auch für den Rüdern-Technik-Club wartete die Bergwacht mit einem besonderen Rätsel auf: „Wie kommt das Seil in den Baum?“ Als Material stand eine überdimensionale Steinschleuder, ein Wurfbeutel mit Pilotleine, ein Kambiumschoner und ein Seil zur Verfügung. Ein Kambiumschoner besteht aus einem großen und einem kleinen Ring, die mit textilem Material verbunden sind. Er wird über den Ast gelegt, damit die Wachstumsschicht der Baumrinde („Kambium“) nicht verletzt wird. Durch die Ringe läuft dann das Sicherungsseil. Nach einer halben Stunde des Rätselns in zwei Gruppen konnte das Problem gelöst werden. Das beweist wieder einmal, dass auch schwierige Probleme gelöst werden können, wenn Menschen sich gemeinsam engagieren.

Die Bergwacht Jugend trifft sich zum Hüttenwochenende am 28/29. November.  jugendleiter@bergwacht-esslingen.de

Die Grundlagen geschaffen…

Grundlagenprüfung 2015 - die Prüflinge

Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen nach getaner Arbeit.

… für eine Bergwacht-Karriere haben sieben Kameradinnen und Kameraden. Bei bestem Sonntagswetter machten sie sich auf um einen ganzen Tag lang in Alpine Gefahren, Orientierung, Umgang mit Karte und Kompass, Notfallmedizin und Naturschutz geprüft zu werden. Alle sieben haben bestanden, und zeigen damit auch, dass die Ausbildung sowohl in der Jugendgruppe als auch für Quereinsteiger hinreichend theoretische Grundlagen für Arbeit in der Bergrettung legt. Die Bergwachtausbildung umfasst im Sanitätswesen die spezielle Bergrettungs- und Notfallmedizin. Im Alpinismus geht es um Karten- und Geländekunde, Alpine Gefahren und nicht zuletzt Luftrettung und Naturschutz.
Die Bereitschaft sagt: „Herzlichen Glückwunsch Ihr Sieben – Ihr macht uns stolz und weiter so“.
Haben auch Sie Interesse an unserer Arbeit – melden Sie sich gerne bei uns. Entweder an einem der Dienstabende oder direkt per E-Mail oder Telefon. info@bergwacht-esslingen.de *** jugendleiter@bergwacht-esslingen.de

Attacke!

Absaugpumpe und HWS-Immobilisation. Kein Problem. Wir üben das ja!Es wird ernst für die Jugendgruppe. Im Dezember gibt es eine Gruppenstunde zum Thema Frakturen (so nennen wir im Sanitätswesen die Knochenbrüche). Und nach den Weihnachtsferien noch einen Themenabend zur Materialkunde. Danach geht es schon los, ab ins Gelände. Und die Jugendgruppe muss eigenständig in der Einsatzsimulation Verletzte versorgen. Grundlegend ist dabei das ABCDE-Schema. A steht dabei für „Airways“ – Atemwege. Basis der Versorgung sind freie Atemwege. Diese können etwa durch die Zunge selbst verlegt sein (ähnlich wie beim Schnarchen) oder durch Fremdkörper. Solche müssen manchmal abgesaugt werden. Den richtigen Umgang mit der Absaugpumpe haben wir ganz einfach mit einem Glas Wasser trainiert, genauso wie alle wichtigen Handgriffe, die es zur Sicherung der Atemwege zu beherrschen gilt. Ebenfalls im Bild zu sehen ist eine Halskrause, mit der die Halswirbelsäule geschützt werden kann, wenn sie verletzt ist und sich nicht weiter bewegen soll. In einer sehr aufmerksamen Gruppe konnten wir auch den zweiten Punkt, B – „Breathing“ oder „Belüftung der Lungen“ trainieren. Hierzu gehört die Kontrolle einer guten Atmung ebenso wie die stabile Seitenlage. Erst bei C – „Circulation“, die den Blutkreislauf behandelt mussten wir die Gruppenstunde beenden.

Am Freitag, 20. November treffen wir uns planmäßig um 17:00 Uhr mit dem RTC (Rüdern-Technik-Club). Achtung: schaut auf die Website, es könnte sein, dass wir erst um 17:30 Uhr beginnen.

Am Samstag 28. November treffen wir uns um 8:15 in Mettingen oder in der S1, die um 8:39 in Mettingen Richtung Kirchheim fährt. Bitte beachtet die Packliste und meldet euch per E-Mail ab, falls ihr erst später kommen könnt.

 

Attack-Rucksack und ABCDE-Versorgung (13.11.)

Attack-Rucksack im Einsatz beim SchulsanitätscampEin Einsatz im unwegsamen Gelände: Die Rettungskräfte bewegen sich hangabwärts auf die verletzte Person zu. Sie laufen seitlich der Falllienie, denn sonst könnten sie einen Steinschlag verursachen. Falls der Boden nicht genügend Trittsicherheit bietet, seilen die Retterinnen und Retter sich ab. Alle zur Diagnose und Erstversorgung wichtigen Dinge sind im „Attack“-Rucksack untergebracht. Denn: Jeder Weg zwischen Einsatzfahrzeug und Einsatzstelle kostet Zeit und Kraft. Die Jugendgruppe widmet sich am Freitag den 13. November ab 17:30 Uhr dem Attack-Rucksack. Wir bauen unser Wissen um das ABCDE-Schema aus und gehen auf geeignete Techniken sowie Diagnoseinstrumente und Versorgungsgegenstände aus dem Attack-Rucksack ein. Wir treffen uns im Ausbildungsheim, Rosenstraße32, Esslingen-Mettingen.

Raus aus der Höhle, rein in die Halle

Rückblick auf eine Klettertour im Inneren der Schwäbischen AlbEs wird Herbst. Das wissen die Fledermäuse und diese beziehen nun endgültig ihr Winterquartier – mitunter die Höhlen auf der Schwäbischen Alb. Das Bundesnaturschutzgesetzt ist für Fledermäuse sozusagen der Mietvertrag. Es regelt in § 39 die Untermiete und verweist auch die Bergwacht Jugend aus der Höhle: Vom 1. Oktober bis zum 31. März sind die Höhlen ein Ort der Stille und der Dunkelheit. Und Menschen müssen draussen bleiben. Vorbei ist es also mit schlammig-glitschigen Klettertouren im Inneren der schwäbischen Alb. Deshalb treffen wir uns am Freitag, 30. Oktober 2015 zum Klettern an der DAV Kletterwand. Um 17:30 Uhr geht’s los. Wir erwarten euch an der Bushaltestelle Hochschulzentrum in der Flandernstraße. An der Wand vertiefen wir die Kletterpraxis und Sicherungstechnik.

Die nächsten Termine:
30. Oktober 2015 – Klettern, Hochschulzentrum
13. November 2015 – SAN: Attack-Rucksack, Diagnose nach dem ABCDE-Schema
28/29. November2015 – Hüttenexkursion: Karte und Kompass
11. Dezember 2015: SAN: Frakturen

Neue Jugendgruppe formiert sich

Schusswunde, Schürfwunde und Schnittwunde: In der Notfalldarstellung können die Wunden oft nicht schlimm genug aussehen.„Achtet als Retter auf eure eigene Sicherheit!“, war und ist die Kernbotschaft der Jugendleitung an die neue Jugendgruppe. Hierzu gehört nicht nur, sich vor Infektionskrankheiten zu schützen, sondern auch, die Situation, in der sich Verletzte befinden, zu überprüfen. Laufende Maschinen oder der Straßenverkehr können auch das Rettungspersonal rasch in Gefahr bringen. Bei Einsätzen im unwegsamen Gelände gibt es zahlreiche zusätzliche Gefahrenpunkte: Herabfallende Äste, losgetretene Steine, der Einbruch der Dunkelheit oder sich verändernde Wetterlagen. Auch die Situation mit denen die Rettenden im Einsatz konfrontiert sind oder die Erfahrungen, die bei der Rettung gemacht werden können Folgen hinterlassen. Deshalb und zur Qualitätsentwicklung wird bei der Bergwacht jeder Einsatz konsequent nachbesprochen. Auch jede Gruppenstunde der Bergwacht Jugend endet deshalb mit einem „Blitzlicht“, um Eindrücken und Stimmungen Raum zu geben.
Bevor die Jugendlichen selbst Hand anlegen durften, gab die Jugendleitung einen Überblick über das Verbandsmaterial und den korrekten Umgang damit. Tipps und Tricks folgten dann beim direkten Üben: Vom Druckverband bis hin zum Fingerkuppenverband, von Kopf bis Fuß legte sich die Gruppe ins Zeug, um sich gegenseitig zu retten. Dabei galt es auch, Prioritäten zu setzen, wenn etwa einmal starker Blutverlust für Kreislaufprobleme sorgte. Für viele war das Highlight, sich am Ende der Gruppenstunde schminken zu lassen. Wie immer galt jedoch der Hinweis „Keine falschen Wunden in der Öffentlichkeit – denn wir wollen ja nicht, dass nicht informierte Bürger versehentlich den Rettnungsdienst rufen.“

Das Klettern wird auf voraussichtlich 30. November Oktober verschoben (siehe Website und wenn möglich, sprechen wir euch direkt an). Wir treffen uns auf jeden Fall am 13. November um 17:30 in Mettingen, Rosenstraße 32. Sanitäts-Thema: Attack-Rucksack sowie Diagnostik nach dem ABCDE-Schema.