Traditionelle Sonnwendfeier

Der längste Tag des Jahres war für die Bereitschaftsmitglieder ein Grund zu feiern. Am 25. Juni – zugegeben, nicht ganz auf den Tag genau – war es bei der Bergwacht Esslingen dann soweit.

Alle packten mit an: Vor der Hütte der Bereitschaft wurde bereits am Mittag ein großes Feuer vorbereitet. Holz musst zusammen getragen werden und in der richtigen Reihenfolge dann auf dem Feuerplatz aufgeschichtet werden. Die Jugendgruppe konnte in einer Einsatzübung Ihre Einsatzfähigkeit unter großer Aufmerksamkeit der Besucher unter Beweis stellen. Bei Sonnenuntergang war es dann endlich so weit: Das in mühevoller Arbeit vorbereitete Feuer konnte entzündet werden. Es spendete bis tief in die Nacht für alle Anwesenden Wärme und Licht.

Für alle Anwesenden gab es dann noch eine Überraschung: Die diensthabenden Bergretter backten leckere Pizza und wurden dabei tatkräftig von der Jugendgruppe unterstützt.  Ein kleiner Vorgeschmack auf den geplanten Steinofen!

Sonnwend2016

Zentrales Ausbildungswochenende


Am 16. und 17. April fand unser zentrales Ausbildungswochenende (ZAW) statt. Neben dem Erste-Hilfe-Training stand natürlich auch die Rettung aus unwegsamem Gelände auf dem Programm.Schon der erste Tag hatte es in sich. Im Rahmen des medizinischen Trainings mussten drei anspruchsvolle Einsatzszenarien absolviert werden: Neben einem Waldarbeiter, der sich durch einen herabstürzenden Baum eine Beinverletzung zugezogen hatte, mussten die Teilnehmer auch einen Patient mit Herzinfarkt auf einem Jägerhochstand medizinisch betreuen sowie einen Sucheinsatz nach einer alkoholisierten Person mit Kopfverletzung und stumpfen Bauchtrauma bewältigen.

Auch am zweiten Ausbildungstag – mit dem Schwerpunkt Technik – zeigte sich das Wetter mit Dauerregen, Nebel und kühlen Temperaturen nicht von seiner besten Seite. Das machte die Rettung der drei angenommenen Verletzten an einem Abhang zwischen Rauberweide und Bissinger Tal teilweise zu einer regelrechten Schlammschlacht. Doch trotz der Widrigkeiten verlief die Einsatzübung mit Stafette, Statikseil und zwei Gebirgstragen zur vollen Zufriedenheit von Bereitschaftsleiter Jörg Hering: „Hier hat sich deutlich der hohe Ausbildungsstand unserer Aktiven gezeigt“, berichtet er. Ein besonderes Lob hat er zudem für die Bergwachtjugend: „Die Übung hat eindrücklich deutlich gemacht, dass sich die engagierte Arbeit unserer Jugendgruppe in den vergangenen Jahren auszahlt.“

Das ZAW ist eine jährliche Pflichtfortbildung für alle Aktiven unserer Bergwacht – und eine gute Gelegenheit, mit den Mitgliedern aller Dienstgruppen sowie der Jugendgruppe zusammenzutreffen.

Naturschutzprojekt der Bergwachtjugend am Osterwochenende

Gemeinsam mit dem Naturschutzreferenten hat die Jugendgruppe der Bergwacht Esslingen am Osterwochenende auf der Wiese vor der Bergwachthütte zwei Apfelbäume gepflanzt.

Einsetzen des 2. Bäumchens

Einsetzen des Bäumchens

Die Apfelbäume boten sich für dieses Projekt an, da sie kälteresistent sind und selbst noch in Höhenlagen bis 1.000 m gedeihen. Anlass für das Projekt mit der Jugendgruppe war neben der Idee eigenes Obst ernten zu können vor allem der Gedanke mit diesem Streuobstbestand als „Kleinst“-Biotop einen aktiven Beitrag zum Naturschutz zu leisten. Streuobstwiesen sind ideale Lebensräume für zahlreiche Insekten (z.B. Wildbienen) und Spinnentieren (z.B. Gartenkreuzspinne). Daneben sind sie ein wertvoller Standort für eine Vielzahl von Amphibien (z.B. Laubfrosch), Reptilien (z.B. Blindschleiche), Vögeln und Säugetieren (z.B. Igel).

Zuschütten des Pflanzlochs

Zuschütten des Pflanzlochs

Zu Beginn der Arbeiten wurden für die Bäume ein Standort mit Südost-Ausrichtung und einem Pflanzabstand von 5-7 m ausgewählt. Im Anschluss daran konnten die Pflanzlöcher ausgehoben werden, was sich angesichts der felsigen Bodenbeschaffenheit nicht ganz einfach gestaltete.

Nachdem der Erdaushub aufgelockert und mit Dünger versetzt war, wurden die Apfelbäume vorbereitet. Dazu mussten die verletzten Wurzelteile entfernt sowie die übrigen Wurzelteile eingekürzt werden. Im nächsten Schritt wurden dann der Mitteltrieb und die drei Leitäste ausgewählt und entsprechend zurückgeschnitten. Idealerweise überragt der Mitteltrieb die Leitäste um ca. 10 cm. Die Äste selbst sollten einen Winkel von 45°-90° haben und verteilt am Stamm stehen. Verteilung und Winkel der Äste sind wichtig, um ein späteres Ausbrechen bei Belastung zu vermeiden. Nach dem die Wurzeln mit Lehm eingeschlämmt waren, konnten die Bäumchen eingepflanzt werden.

Anbringen des Drahtverhaus

Anbringen des Drahtverhaus

Abschließend wurden zur Stabilisierung und zum Schutz vor Wildverbiss noch Stützpfosten und ein Drahtverhau angebracht.

Nach etlichen Stunden schweißtreibender Arbeit und viel Spaß an der Sache konnte so ein weiteres Naturschutzprojekt der Jugendgruppe abgeschlossen werden. Das Ergebnis der Pflanzaktion selbst wird die Jugendgruppe allerdings noch über viele Jahre hinweg begleiten.

 

Bild4 Bild5Beim Ausschachten der Pflanzlöcher erwiesen sich die Nachwuchsbergwächtler/innen zudem auch als aufmerksame Hobbyarchäologen und fanden Versteinerungen von urzeitlichen Meerestieren.

Winterrettungstraining in Flims-Laax

Einsatzsimulation: Versorgung mit dem Akja

Einsatzsimulation: Versorgung mit dem Akja

Der Winter hat unseren Breiten bislang nur ein kurzes Gastspiel gehalten. Für die Bergwacht-Mitglieder ist das kein Grund unvorbereitet auf die weiße Saison zu warten. Bei sehr winterlichen Straßenverhältnissen sind 15 Bergretter in die Schweiz nach Flims-Laax-Falera gefahren, um dort bei klirrender Kälte, starkem Wind und Schneefall mit Notfall-Rucksack und Akja sowie Lawinen-Verschüttenden-Suchgerät, Schautel und Lawinensonde zu trainieren, wie Lawinenverschüttete geortet und gerettet werden. Auch die Rettung von verletzten Wintersportlern mit dem

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„Tiefschnee“ schon auf der Anfahrt

Rettungsschlitten (Akja) stellte die Teilnehmer vor Herausforderungen. Doch der Leitspruch der Bergwacht: „Bei jedem Wetter – in jedem Gelände“ sollte sich auch hier wieder bewahrheiten. Jeder meisterte die an ihn gestellte Aufgabe.

Die Ruhe vor dem Sturm

Die Ruhe vor dem Sturm

Falls auch Sie Interesse am Rettungsdienst bei Wind und Wetter in steilem Fels oder auf der Skipiste haben – sprechen Sie uns an.

Mittagsfels

Die Bergwacht Esslingen wünscht Ihnen ein gutes und gesundes Neues Jahr. Wir bedanken uns rückblickend bei unseren Freunden und Förderern für die Unterstützung, die Begegnungen und die gemeinsamen Erfahrungen im vergangenen Jahr. Die Bergwacht Jugend Esslingen startet in ein Jahr voller Einsatzsimulationen und Abenteuer am Freitag 8. Januar mit dem Thema „Materialkunde“. Wie ist ein Kletterseil aufgebaut und wie geht es kaputt? Wann verwende ich Aluminium oder Stahl-Karabiner? Und wie berechne ich die Haltekraft einer Reepschnur? Diese Fragen beantworten wir euch und teilen gerne unsere Erfahrungen rund um ’s Thema Bergstiefel und Ausrüstung. Wir treffen uns am 8.1.2016 um 17:30 Uhr im Ausbildungsheim in Mettingen, Rosenstraße 32.

Sylvesterfackellauf 2015 – Bergwacht Esslingen unterstützt bei der Absicherung der Veranstaltung

Ein Bergretter schaut auf den Fackelzug

Silvesterfackellauf 2015

Der letzte Einsatz im Jahr 2015 war für 10 Bergwacht’ler der traditionelle Fackellauf der Esslinger Zeitung. Die Veranstaltung, die 2015 zum 37. Mal stattfand, zählte bei nass-kaltem Wetter dieses Jahr deutlich weniger Teilnehmer. Dennoch unterstützte die Bergwacht Esslingen die Kollegen vom DRK Esslingen mit drei Fußstreifen und dem Bergwacht-Einsatzfahrzeug um eventuelle Besucher aus unwegsamen Gelände zu retten.

Wenn Sie auch eine Veranstaltung absichern möchten – wir sind Ihr Rettungsdienst, wenn es um spezielle Rettung aus schwierigem Gelände geht. Sprechen Sie uns an.

Kommunikationscamp

Kommunikation & Schneeballschlacht„Wir sind ja nicht zum Spaß da…. naja… eigentlich schon“ war einer der letzten Sätze des Kommunikationscamps der neuen Jugendgruppe der Bergwacht Esslingen. Ein spontaner Satz, der bestens ausdrückt, dass wir die Ausbildung in der Bergrettung ernst nehmen – genauso ernst wie die Jugendarbeit. Es war kein einfaches Wochenende und wir haben der neuen Jugendgruppe einiges abverlangt. Sie hatten eine Zugfahrt Zeit, den Speiseplan für das Wochenende zu vereinbaren. All das mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass die Lebensmittel zur Hütte gelangen müssen. Die Gruppe ist traditionell zu Fuß unterwegs. Mit einer Einweisung in die Hütte übergab die Jugendleitung das Zepter des Handelns an die Jugendgruppe. Ein schwieriger Akt des Vertrauens und des Aushaltens, denn es kostet Kraft, zuzulassen, dass Jugendliche etwas „nicht perfekt“ machen. Ein lohnender Akt für alle Beteiligten: Bei der Vorbereitung auf eine Schneeballschlacht bewegten die Jugendlichen massenhaft Schnee (wie bei einer Rettung aus einer Lawine). In einer erlebnispädagogischen Intervention wurden Missverständnisse in der Kommunikation greifbar gemacht. Die Nachtwanderung unter zunächst klarem Sternenhimmel war unbeschreiblich schön. Sie endete am warmen Kachelofen in der Hütte bzw. im Schlafsack. Eine Wohltat nach der Teepause am stürmischen und verschneiten Ausblick vom Breitenstein.

Bergwacht Jugend meets RTC

Oben: Eisnägel, Eisschrauben, Klemmgeärte und Schlaghaken. Unten: Brems- und SicherungsgeräteIm Stadtjugendring vernetzten sich die Akteure der Jugendarbeit. Über genau diesen Weg haben sich die Bergwacht Jugend und der neu aufgenommene Rüdern-Technik-Club (RTC) kennengelernt. Die Bergwacht ist ein Rettungsdienst im „Outback“ der Schwäbischen Alb. Der RTC widmet sich modernster Technik: Jugendliche bauen Segways, eigene Smartphones oder mit Sonnenenergie angetriebene Maschinen. Die gemeinsame Schnittstelle liegt in der Problemlösung. In einer raumfüllenden Ausstellung präsentierte die Bergwacht Entwicklungen im alpinen Gerät. Helme, Gurte, Leuchtmittel, Sicherungsgeräte, Schnee- und Lawinenmaterial weckten zahlreiche Fragen und regten zum Austausch an. Sowohl für die neue Jugendgruppe als auch für den Rüdern-Technik-Club wartete die Bergwacht mit einem besonderen Rätsel auf: „Wie kommt das Seil in den Baum?“ Als Material stand eine überdimensionale Steinschleuder, ein Wurfbeutel mit Pilotleine, ein Kambiumschoner und ein Seil zur Verfügung. Ein Kambiumschoner besteht aus einem großen und einem kleinen Ring, die mit textilem Material verbunden sind. Er wird über den Ast gelegt, damit die Wachstumsschicht der Baumrinde („Kambium“) nicht verletzt wird. Durch die Ringe läuft dann das Sicherungsseil. Nach einer halben Stunde des Rätselns in zwei Gruppen konnte das Problem gelöst werden. Das beweist wieder einmal, dass auch schwierige Probleme gelöst werden können, wenn Menschen sich gemeinsam engagieren.

Die Bergwacht Jugend trifft sich zum Hüttenwochenende am 28/29. November.  jugendleiter@bergwacht-esslingen.de

Die Grundlagen geschaffen…

Grundlagenprüfung 2015 - die Prüflinge

Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen nach getaner Arbeit.

… für eine Bergwacht-Karriere haben sieben Kameradinnen und Kameraden. Bei bestem Sonntagswetter machten sie sich auf um einen ganzen Tag lang in Alpine Gefahren, Orientierung, Umgang mit Karte und Kompass, Notfallmedizin und Naturschutz geprüft zu werden. Alle sieben haben bestanden, und zeigen damit auch, dass die Ausbildung sowohl in der Jugendgruppe als auch für Quereinsteiger hinreichend theoretische Grundlagen für Arbeit in der Bergrettung legt. Die Bergwachtausbildung umfasst im Sanitätswesen die spezielle Bergrettungs- und Notfallmedizin. Im Alpinismus geht es um Karten- und Geländekunde, Alpine Gefahren und nicht zuletzt Luftrettung und Naturschutz.
Die Bereitschaft sagt: „Herzlichen Glückwunsch Ihr Sieben – Ihr macht uns stolz und weiter so“.
Haben auch Sie Interesse an unserer Arbeit – melden Sie sich gerne bei uns. Entweder an einem der Dienstabende oder direkt per E-Mail oder Telefon. info@bergwacht-esslingen.de *** jugendleiter@bergwacht-esslingen.de

Attacke!

Absaugpumpe und HWS-Immobilisation. Kein Problem. Wir üben das ja!Es wird ernst für die Jugendgruppe. Im Dezember gibt es eine Gruppenstunde zum Thema Frakturen (so nennen wir im Sanitätswesen die Knochenbrüche). Und nach den Weihnachtsferien noch einen Themenabend zur Materialkunde. Danach geht es schon los, ab ins Gelände. Und die Jugendgruppe muss eigenständig in der Einsatzsimulation Verletzte versorgen. Grundlegend ist dabei das ABCDE-Schema. A steht dabei für „Airways“ – Atemwege. Basis der Versorgung sind freie Atemwege. Diese können etwa durch die Zunge selbst verlegt sein (ähnlich wie beim Schnarchen) oder durch Fremdkörper. Solche müssen manchmal abgesaugt werden. Den richtigen Umgang mit der Absaugpumpe haben wir ganz einfach mit einem Glas Wasser trainiert, genauso wie alle wichtigen Handgriffe, die es zur Sicherung der Atemwege zu beherrschen gilt. Ebenfalls im Bild zu sehen ist eine Halskrause, mit der die Halswirbelsäule geschützt werden kann, wenn sie verletzt ist und sich nicht weiter bewegen soll. In einer sehr aufmerksamen Gruppe konnten wir auch den zweiten Punkt, B – „Breathing“ oder „Belüftung der Lungen“ trainieren. Hierzu gehört die Kontrolle einer guten Atmung ebenso wie die stabile Seitenlage. Erst bei C – „Circulation“, die den Blutkreislauf behandelt mussten wir die Gruppenstunde beenden.

Am Freitag, 20. November treffen wir uns planmäßig um 17:00 Uhr mit dem RTC (Rüdern-Technik-Club). Achtung: schaut auf die Website, es könnte sein, dass wir erst um 17:30 Uhr beginnen.

Am Samstag 28. November treffen wir uns um 8:15 in Mettingen oder in der S1, die um 8:39 in Mettingen Richtung Kirchheim fährt. Bitte beachtet die Packliste und meldet euch per E-Mail ab, falls ihr erst später kommen könnt.