Dienstgebiet und Hütte.

Dienstgebiet

Das primäre Dienstgebiet der Bergwacht Esslingen umfasst die Eckpunkte Teckberg, Sattelbogen, Breitenstein, Randecker Maar, Torfgrube und Mönchsberg, Wielandsteine und die Tobelfelsen.

Bauchronik

Erster Stützpunkt war der inzwischen abgerissene Engelhof mit Heulager als Übernachtungsmöglichkeit.

Planung und Bauvorbereitung

August 1951: 14 Mitglieder der Bergwacht Esslingen beschließen den Bau einer Diensthütte. Sie soll an der Buche bei Krebsstein erbaut werden.
September 1951: Die Gemeinde Krebsstein sagt einer Pachtüberlassung zu.
Oktober 1951: Bau- und Lagepläne werden angefertigt.
November 1951: Der Pachtvertrag wird abgelehnt.
Dezember 1951: Ein zweites Grundstück „Alter Hau“ wird gefunden. Pacht und Anliegerverträge werden neu verfasst, Bau- und Lagepläne werden neu erstellt.

Januar 1952: Das Baugesuch wird Eingereicht.
Februar 1952: Das Forstamt lehnt das Baugesuch ab, denn der Wald hat nicht den vorschriftmäßigen Abstand zum Bau.
März 1952: Das dritte Grundstück wird gefunden, Pacht- und Anliegerverträge werden zum dritten mal angefertigt, ein neuer Lageplan wird erstellt.
April 1952: Der Jagdpächter erhebt Einspruch gegen den Bau der Hütte.
Mai 1952: Das Baugesuch wird mit einem neuen Plan, der dem Vorschlag der Naturschutzbehörde Steildach entspricht neu eingereicht.
Juni 1952: Der Plan wird geändert, da der Kreisbaumeister sich für die Hütte ein Flachdach wünscht.
Juli 1952: Die Bergwacht beginnt, am Fundament der Hütte zu arbeiten.
August 1952: Die Fundamentarbeiten werden durch polizeiliche Verfügung gestoppt. Paule Schwarz, Fritz Sandler, Heinz Österle und Erich Kitzler werden durch die Kripo vernommen.
September 1952: Das Bauvorhaben wird mit dem Jagdherrn, dem Bürgermeister von Unterlenningen besprochen.
Oktober 1952: Der Einspruch des Jagdpächters wird durch den Gemeinderat Unterlenningen zurückgewiesen.
10. Oktober 1952
Der Bau wird genehmigt und begonnen. Damit wird die erste Bergwachthütte in Baden-Württemberg überhaupt erbaut.

Erweiterungsbauten

1957: Die kleine Hütte wird erweitert
1959: Eine 500m lange Wasserleitung wird von der Hauptleitung zwischen Aschbehälter und Sattelbogen zur Hütte verlegt.
1964: Um den Schlafraum zu erweitern wird innerhalb eines Wochenendes das Dach, ohne es abzudecken, um einen Meter angehoben.
1978: Die Hütte wird im Rahmen von Renovierungsarbeiten Aus- und Umgebaut.
1979: Die Hütte wird durch ein selbst gebautes Notstromaggregat mit Strom versorgt.
1985: Die Wasserversorgung der Hütte wird an das Ochsenwanger Netz gekoppelt, denn durch den Druckabfall bei der Befüllung des Behälters am Sattelbogen ist auf der Hütte kein Wasserdruck mehr vorhanden.
1992: Der Rettungsstützpunkt wird ans Telefon- und Stromnetz angeschlossen. Dazu müssen über eine Distanz von 800m Kabel im felsigen Boden verlegt werden.