Erfahrung durch Neuorientierung

Orientierungspunkt Kröte

Erstaunt betrachtet die Kröte die Gemeinschaft der Jugendlichen. Sie fragen sich: „Wo sind wir?“, „Wo könnten wir sein?“ und „Haben wir bisher richtig gedacht?“. Die Kröte hat ihren Kompass immer dabei – die Jugendlichen heute nicht. Zudem ist der Himmel bewölkt und die Orientierung an den Sternen damit nicht möglich. Die Kröte orientiert sich an Gerüchen. Die Jugendlichen verlassen sich normalerweise erfolgreich auf Ihr Auge. Doch bei Nacht gehen Zusammenhänge Verloren und Informationen bleiben unentdeckt. Sichtbar wird nur, was sich im Lichtkegel der Stirnlampe befindet. Der Nieselregen erschwert die Sicht zusätzlich. An dieser Stelle ist Aufmerksamkeit gefragt. Die Erkenntnis, dass die exakte Orientierung verloren gegangen ist, zeigt auch auf, welche Details nicht sicher erinnert werden können. Hypothesen zum aktuellen Aufenthaltsort werden aufgestellt und überprüft. Die jungen Bergretter werten so lange Fakten aus, bis der Standort wieder sicher angegeben werden kann. Und erst tief in der Nacht lernen wir von der Kröte, es auch mal ohne Taschenlampe zu versuchen, wenn es das Gelände zulässt: Grau in Grau offenbart sich eine deutlich weitere Sicht.