Bergwachtjugend holt 6. Platz beim Landesentscheid des Jugendrotkreuzes

Am Freitag, den 7.Juli 2017 erreichten wir gegen Abend die Schule in Aalen, 

in der der Entscheid stattfinden sollte. Dort bauten wir in einem uns zugewiesenen Klassenzimmer unsere Feldbetten für die Übernachtung auf.

Abends machten wir noch einen Materialcheck und wiederholten das Ein oder Andere in der Praxis. Einige von uns lasen sich auch noch Aufschriebe durch, um auch in der Theorie die letzten Unklarheiten zu beseitigen. Weiterlesen

Zwei-Tage-Dauerzirkel

Rettungsfahrt im Akja. Im Hintergrund: Training in der SommerrettungEs war merkwürdig, auf die übliche Einsatzsimulation zu verzichten, und doch so sinnvoll: Bei herrlichem Alb-Winter-Wetter beschloss die Bergwacht Jugend Esslingen, am „Mönchsberggletscher“ ein Zirkeltraining durchzuführen. Zwischen dem Hochliften des Akjas und der Rettungsfahrt zum Basislager wurde inmitten der verschneiten Landschaft der Umgang mit dem Sommerrettungssystem trainiert. In den Pausen wurde Ski gefahren oder einach nur das Dasein in der Gruppe genossen. Nach Sonnenuntergang wurde in den Schminktöpfen gerührt: Hinter dem Titel RND – Realistische Notfalldarstellung – versteckt sich aber nicht nur der gekonnte Umgang mit Kunstblut und Co, sondern auch die Beschäftigung mit Unfall-Szenarien und der betroffenen Anatomie. Unter sternklarem Himmel gab es schließlich alpine Ausbildung in Schnee und Eis. Scheinbar ganz nebenbei zollt die Jugendgruppe dabei ihren Tribut: mit excellentem Einsatz in der Küche konnte die ständige Einsatzbereitschaft des Rettungsdienstes durchweg aufrecht erhalten werden! Was für ein Start in ein neues Ausbildungsjahr!

Kooperation von DAV und Bergwacht fortgesetzt

Andreas Bopp vom DAV und Dirk Schulze, "Außenminister" der Bergwacht Jugend bei der SchlüsselübergabePünktlich zum Beginn der dunkleren und kühleren Jahreszeit geht die langjährige und bewährte Kooperation zwischen Bergwacht und Deutschem Alpenverein (DAV) nicht nur in eine neue Runde, sondern auch näher zum Dienstgebiet. Die jahrelange Kooperation mit der DAV Bezirksgruppe Esslingen musste im vergangenen Jahr und bis auf Weiteres durch die Sperrung der Kletterwand in der Flandernstraße ruhen. Dass die Ausbildung im Klettern sowie der behelfsmäßigen Rettung jetzt wieder koordiniert ablaufen kann, verdanken wir dem Entgegenkommen der DAV Bezirksgruppe Kirchheim. Die Kooperation trägt seit Jahren reiche Früchte: Der Alpenverein ermöglicht die Ausbildung von Profis der Bergrettung – und die Bergwacht sichert die Klettergebiete auf der Schwäbischen Alb durch den Fachdienst für die Rettung im unwegsamen Gelände ab. An anderer Stelle erweitert die Bergwacht Esslingen unter dem Titel „Retten im Gebirge“ die Ausbildung des DAV. Und schließlich baut die Bergwacht auf das Wissen, das in der Alpenvereins-Sicherheitsforschung gewonnen wurde auf. Lieber Alpenverein: Vielen Dank!

Einklinktage der Bergwacht-Jugend Esslingen

Am 30 September ist es wieder so weit: Die Bergwacht Jugend startet ins neue Schuljahr und bietet allen Interessierten einen kostenlosen und unverbindlichen Einklinktag. Du bist zwischen 12 und 16 Jahren?

Du hast Lust auf Klettern, Interesse am Rettungsdienst und möchtest mit sehr viel Spaß zusammen mit Gleichaltrigen die Schwäbische Alb auf eine etwas andere Art und weise zu erkunden und neues zu lernen?

Dann bist du bei uns genau richtig!
Komm einfach bei uns in der Rosenstr. 32 in Mettingen vorbei, da stellen wir uns und unsere Arbeit vor. Wir freuen uns über jeden der kommt also kannst du auch noch ein paar  Freunde mitbringen die sich auch vorstellen können bei uns mitzumachen.

Nächste Termine:
30. September 17:30 – 19 : 00 Uhr in Mettingen Rosenstr. 32 – Einklinktag

9. Oktober, Erwin-Wittman-Hütte beim Engelhof/Ochsenwang: Tag der offenen Tür mit Kletteraktionen.

Bei Fragen melde Dich einfach bei unseren Jugendleitern: jugendleiter@bergwacht-esslingen.de

 

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Traditionelle Sonnwendfeier

Der längste Tag des Jahres war für die Bereitschaftsmitglieder ein Grund zu feiern. Am 25. Juni – zugegeben, nicht ganz auf den Tag genau – war es bei der Bergwacht Esslingen dann soweit.

Alle packten mit an: Vor der Hütte der Bereitschaft wurde bereits am Mittag ein großes Feuer vorbereitet. Holz musst zusammen getragen werden und in der richtigen Reihenfolge dann auf dem Feuerplatz aufgeschichtet werden. Die Jugendgruppe konnte in einer Einsatzübung Ihre Einsatzfähigkeit unter großer Aufmerksamkeit der Besucher unter Beweis stellen. Bei Sonnenuntergang war es dann endlich so weit: Das in mühevoller Arbeit vorbereitete Feuer konnte entzündet werden. Es spendete bis tief in die Nacht für alle Anwesenden Wärme und Licht.

Für alle Anwesenden gab es dann noch eine Überraschung: Die diensthabenden Bergretter backten leckere Pizza und wurden dabei tatkräftig von der Jugendgruppe unterstützt.  Ein kleiner Vorgeschmack auf den geplanten Steinofen!

Sonnwend2016

Naturschutzprojekt der Bergwachtjugend am Osterwochenende

Gemeinsam mit dem Naturschutzreferenten hat die Jugendgruppe der Bergwacht Esslingen am Osterwochenende auf der Wiese vor der Bergwachthütte zwei Apfelbäume gepflanzt.

Einsetzen des 2. Bäumchens

Einsetzen des Bäumchens

Die Apfelbäume boten sich für dieses Projekt an, da sie kälteresistent sind und selbst noch in Höhenlagen bis 1.000 m gedeihen. Anlass für das Projekt mit der Jugendgruppe war neben der Idee eigenes Obst ernten zu können vor allem der Gedanke mit diesem Streuobstbestand als „Kleinst“-Biotop einen aktiven Beitrag zum Naturschutz zu leisten. Streuobstwiesen sind ideale Lebensräume für zahlreiche Insekten (z.B. Wildbienen) und Spinnentieren (z.B. Gartenkreuzspinne). Daneben sind sie ein wertvoller Standort für eine Vielzahl von Amphibien (z.B. Laubfrosch), Reptilien (z.B. Blindschleiche), Vögeln und Säugetieren (z.B. Igel).

Zuschütten des Pflanzlochs

Zuschütten des Pflanzlochs

Zu Beginn der Arbeiten wurden für die Bäume ein Standort mit Südost-Ausrichtung und einem Pflanzabstand von 5-7 m ausgewählt. Im Anschluss daran konnten die Pflanzlöcher ausgehoben werden, was sich angesichts der felsigen Bodenbeschaffenheit nicht ganz einfach gestaltete.

Nachdem der Erdaushub aufgelockert und mit Dünger versetzt war, wurden die Apfelbäume vorbereitet. Dazu mussten die verletzten Wurzelteile entfernt sowie die übrigen Wurzelteile eingekürzt werden. Im nächsten Schritt wurden dann der Mitteltrieb und die drei Leitäste ausgewählt und entsprechend zurückgeschnitten. Idealerweise überragt der Mitteltrieb die Leitäste um ca. 10 cm. Die Äste selbst sollten einen Winkel von 45°-90° haben und verteilt am Stamm stehen. Verteilung und Winkel der Äste sind wichtig, um ein späteres Ausbrechen bei Belastung zu vermeiden. Nach dem die Wurzeln mit Lehm eingeschlämmt waren, konnten die Bäumchen eingepflanzt werden.

Anbringen des Drahtverhaus

Anbringen des Drahtverhaus

Abschließend wurden zur Stabilisierung und zum Schutz vor Wildverbiss noch Stützpfosten und ein Drahtverhau angebracht.

Nach etlichen Stunden schweißtreibender Arbeit und viel Spaß an der Sache konnte so ein weiteres Naturschutzprojekt der Jugendgruppe abgeschlossen werden. Das Ergebnis der Pflanzaktion selbst wird die Jugendgruppe allerdings noch über viele Jahre hinweg begleiten.

 

Bild4 Bild5Beim Ausschachten der Pflanzlöcher erwiesen sich die Nachwuchsbergwächtler/innen zudem auch als aufmerksame Hobbyarchäologen und fanden Versteinerungen von urzeitlichen Meerestieren.

Bergwacht Jugend meets RTC

Oben: Eisnägel, Eisschrauben, Klemmgeärte und Schlaghaken. Unten: Brems- und SicherungsgeräteIm Stadtjugendring vernetzten sich die Akteure der Jugendarbeit. Über genau diesen Weg haben sich die Bergwacht Jugend und der neu aufgenommene Rüdern-Technik-Club (RTC) kennengelernt. Die Bergwacht ist ein Rettungsdienst im „Outback“ der Schwäbischen Alb. Der RTC widmet sich modernster Technik: Jugendliche bauen Segways, eigene Smartphones oder mit Sonnenenergie angetriebene Maschinen. Die gemeinsame Schnittstelle liegt in der Problemlösung. In einer raumfüllenden Ausstellung präsentierte die Bergwacht Entwicklungen im alpinen Gerät. Helme, Gurte, Leuchtmittel, Sicherungsgeräte, Schnee- und Lawinenmaterial weckten zahlreiche Fragen und regten zum Austausch an. Sowohl für die neue Jugendgruppe als auch für den Rüdern-Technik-Club wartete die Bergwacht mit einem besonderen Rätsel auf: „Wie kommt das Seil in den Baum?“ Als Material stand eine überdimensionale Steinschleuder, ein Wurfbeutel mit Pilotleine, ein Kambiumschoner und ein Seil zur Verfügung. Ein Kambiumschoner besteht aus einem großen und einem kleinen Ring, die mit textilem Material verbunden sind. Er wird über den Ast gelegt, damit die Wachstumsschicht der Baumrinde („Kambium“) nicht verletzt wird. Durch die Ringe läuft dann das Sicherungsseil. Nach einer halben Stunde des Rätselns in zwei Gruppen konnte das Problem gelöst werden. Das beweist wieder einmal, dass auch schwierige Probleme gelöst werden können, wenn Menschen sich gemeinsam engagieren.

Die Bergwacht Jugend trifft sich zum Hüttenwochenende am 28/29. November.  jugendleiter@bergwacht-esslingen.de

Attack-Rucksack und ABCDE-Versorgung (13.11.)

Attack-Rucksack im Einsatz beim SchulsanitätscampEin Einsatz im unwegsamen Gelände: Die Rettungskräfte bewegen sich hangabwärts auf die verletzte Person zu. Sie laufen seitlich der Falllienie, denn sonst könnten sie einen Steinschlag verursachen. Falls der Boden nicht genügend Trittsicherheit bietet, seilen die Retterinnen und Retter sich ab. Alle zur Diagnose und Erstversorgung wichtigen Dinge sind im „Attack“-Rucksack untergebracht. Denn: Jeder Weg zwischen Einsatzfahrzeug und Einsatzstelle kostet Zeit und Kraft. Die Jugendgruppe widmet sich am Freitag den 13. November ab 17:30 Uhr dem Attack-Rucksack. Wir bauen unser Wissen um das ABCDE-Schema aus und gehen auf geeignete Techniken sowie Diagnoseinstrumente und Versorgungsgegenstände aus dem Attack-Rucksack ein. Wir treffen uns im Ausbildungsheim, Rosenstraße32, Esslingen-Mettingen.

Neue Jugendgruppe formiert sich

Schusswunde, Schürfwunde und Schnittwunde: In der Notfalldarstellung können die Wunden oft nicht schlimm genug aussehen.„Achtet als Retter auf eure eigene Sicherheit!“, war und ist die Kernbotschaft der Jugendleitung an die neue Jugendgruppe. Hierzu gehört nicht nur, sich vor Infektionskrankheiten zu schützen, sondern auch, die Situation, in der sich Verletzte befinden, zu überprüfen. Laufende Maschinen oder der Straßenverkehr können auch das Rettungspersonal rasch in Gefahr bringen. Bei Einsätzen im unwegsamen Gelände gibt es zahlreiche zusätzliche Gefahrenpunkte: Herabfallende Äste, losgetretene Steine, der Einbruch der Dunkelheit oder sich verändernde Wetterlagen. Auch die Situation mit denen die Rettenden im Einsatz konfrontiert sind oder die Erfahrungen, die bei der Rettung gemacht werden können Folgen hinterlassen. Deshalb und zur Qualitätsentwicklung wird bei der Bergwacht jeder Einsatz konsequent nachbesprochen. Auch jede Gruppenstunde der Bergwacht Jugend endet deshalb mit einem „Blitzlicht“, um Eindrücken und Stimmungen Raum zu geben.
Bevor die Jugendlichen selbst Hand anlegen durften, gab die Jugendleitung einen Überblick über das Verbandsmaterial und den korrekten Umgang damit. Tipps und Tricks folgten dann beim direkten Üben: Vom Druckverband bis hin zum Fingerkuppenverband, von Kopf bis Fuß legte sich die Gruppe ins Zeug, um sich gegenseitig zu retten. Dabei galt es auch, Prioritäten zu setzen, wenn etwa einmal starker Blutverlust für Kreislaufprobleme sorgte. Für viele war das Highlight, sich am Ende der Gruppenstunde schminken zu lassen. Wie immer galt jedoch der Hinweis „Keine falschen Wunden in der Öffentlichkeit – denn wir wollen ja nicht, dass nicht informierte Bürger versehentlich den Rettnungsdienst rufen.“

Das Klettern wird auf voraussichtlich 30. November Oktober verschoben (siehe Website und wenn möglich, sprechen wir euch direkt an). Wir treffen uns auf jeden Fall am 13. November um 17:30 in Mettingen, Rosenstraße 32. Sanitäts-Thema: Attack-Rucksack sowie Diagnostik nach dem ABCDE-Schema.